Aus der Kochschule geplaudert

Samstag, 29.06.2019, 16:00 - 20:00 Uhr
Leonard-Frank-Oberschule, Hauptstraße 6, 01640 Coswig

Kochschule Deutsch-International

Essen dient der Kommunikation. Das ist nichts Neues. Und so wollen wir gemeinsam die nationalen Küchen verschiedener Länder und Regionen kennen lernen.
Ob Speisen aus Syrien, Sachsen, Afghanistan oder Bayern, Pakistan oder Schwaben – an jedem Abend stehen ein Herkunftsland der hier her gekommenen Menschen sowie eine kulinarische Region unseres Landes im Mittelpunkt. Wir bereiten mit Koch Jochen Gruber zweierlei Gerichte vor. Gemeinsam mit ihm und Menschen anderer Länder soll jeder Abend ein Festmahl für Leib, Herz und Seele werden.

Jochen Gruber ist leidenschaftlicher Koch und freut sich, wenn er Freunde mit seiner Kochkunst verwöhnen kann. Ursprünglich kommt er aus Schwaben. Sein beruflicher Weg führte ihn in unterschiedliche Regionen Deutschlands. Heute fühlt er sich in Coswig sehr wohl, wo er, wie er selbst sagt, gut angekommen ist.
Was ihn zur Kochschule deutsch-international motiviert? Er mag es bunt, exotisch, geheimnisvoll und vor allem vielfältig - so wie seine Küche!

29.06.2019 Speisen aus Tschetschenien und der Pfalz

28.09.2019 Speisen aus Vietnam und Schwaben

Ablauf:
Bei der Anmeldung bitte mit angeben:
16:00 - 18:00 Uhr Team 1:  VOR dem Essen
18:00 - 20:00 Uhr Team 2:  NACH dem Essen

Teilnahme nur nach Anmeldung!  Begrenzte Teilnehmerzahl!

Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 01523-7799111

Die Teilnahme ist kostenfrei!  

Download Flyer - (Dt/Eng/Russ/Arab)

 


 

Deutsch- internationale Kochschule am 13.04.2019

Palästinensisch - Hessisch

 

Am 13.04.19 hieß es wieder ran an die Töpfe, denn die Kochschule international startete in die nächste Runde. Mit Speisen aus Hessen und mit Palästinensischer Küche ging es am Samstag wieder los. Die Kochschule fand wieder einmal großen Andrang und das Essen war diesmal so lecker, dass alles schneller weg war als Chefkoch Jochen Gruber gucken konnte. Viele Helfende Hände sorgten für einen reibungslosen Ablauf und tolle Gerichte. Während die Erwachsenen sich um Hähnchenfleisch, Ofenkartoffeln oder das Dessert bemühten, spielten die Kinder draußen mit Luftballons oder fanden Gefallen am Malen auf der Tafel. Am Ende, wie es nun mal so ist, halfen die meisten dabei das Chaos wieder zu beseitigen. Mit Lappen, Spülmittel und Schwamm gewappnet ging es also noch einmal daran, das gemeinsame Kochen und Essen ausklingen zu lassen.

Es war wieder einmal ein toller und rundum gelungener Tag! Wir freuen uns schon auf das nächste Mal im Juni, wenn es heißt: Kochschule international mit Speisen aus Tschetschenien und der Pfalz.

 

           

 


 

Schon gewusst? ...Über Esskultur und Küche in Hessen...

 

Die hessische Küche ist wie alle traditionellen deutschen Küchen jahreszeitabhängig. Sie basiert auf Kartoffeln, Käse, Wurst und Brot. Ähnlich der italienischen Pizza gibt es auch belegte Brot- und Hefekuchenvarianten.

Und natürlich können Lebensmittel auch Regionen vertreten: Grüne Soße, Apfelwein, Hand-käs‘ oder Ahle Worscht. Die Ahle Wurst zum Beispiel ist eine luftgetrocknete oder leicht kaltgeräucherte Dauerwurst aus schlachtfrischem Schweinefleisch, die traditionell in Nordhessen in Hausschlachtung hergestellt wird. Sie entspricht dem Wesen nach in Konsistenz und Farbe einer Rohwurst.

Handkäs

Der Handkäse ist ein hessischer Sauermilchkäse. Der Name entstand in einer Zeit, in der der Käse mit der Hand in Form gebracht wurde. Das fettarme Milchprodukt ist auch unter der Bezeichnung "Handkäs mit Musik" bekannt. Der Zusatz "mit Musik" bedeutet, dass der Käse in einer kräftig-würzigen Marinade aus Zwiebeln, Essig, Öl und Kümmel eingelegt wurde. In dieser Form ist der Handkäs ein beliebter Snack in Lokalen.

Grüne Sauce

Reich an Kräutern ist die Grüne Sauce oder hessisch Grie Soß, eine traditionell kalt servierte Sauce, die gern zu gekochten Eiern, Fleisch, kaltem Braten oder Kartoffeln serviert wird. Die Saucen-Saison beginnt am Gründonnerstag und dauert bis zum ersten Frost im Herbst.

Rippche mit Kraut

Rippchen mit Sauerkraut ist einer DER Klassiker in der hessischen Küche. Das Schweinefleisch wird gepökelt gegart und mit Sauerkraut und Kartoffelbrei serviert. Aber auch kalt und mit Brot kommt das Rippche gut an.

Ein guter Ebbelwoi zum Essen in Hessen

Selbstverständlich darf bei einer kulinarischen Reise durch Frankfurt und Hessen auch der Ebbelwoi nicht fehlen. Unser „Stöffche“, wie der Apfelwein liebevoll genannt wird, zählt neben der Grie Soß und Handkäs sicherlich zu den bekanntesten Spezialitäten aus Hessen.

 

 

Deutsch- internationale Kochschule am 09.02.2019

Somalisch - Bayrisch

 

Unsere gemeinsamen internationalen Kochnachmittage, welche alle unter einem anderen Motto stehen, erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Auch am Samstag, den 9.2. waren wieder zahlreiche interessierte Gäste dabei, als unsere deutsch-internationale Kochschule mit somalischer Küche und Speisen aus Bayern in der Leonhard-Frank-Oberschule ins neue Jahr startete. Auch im Jahr 2019 geht es mit Koch Jochen Gruber und unter dem Motto - Essen öffnet Geist, Verstand und Magen – tatkräftig weiter. Die Teilnehmer hatten wieder die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen und neue vielfältige Gerichte zu kochen. Beim Essen ließen es sich alle richtig gut schmecken, vor allem bei den jüngsten Teilnehmern konnte man das gut sehen (und hören). Und da Kochen natürlich viel Arbeit sowie einen großen Stapel an schmutzigen Töpfen, Tellern und Geschirr mit sich bringt, haben auch alle fleißig beim anschließenden Spülen, Aufräumen und Putzen geholfen. Es war wieder ein sehr schönes Miteinander und wir freuen uns schon auf den nächsten Termin unserer Kochschule am 13.04., wenn es mit palästinensischer Küche und Gerichten aus Hessen weitergeht.

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle auch noch ein mal bei allen Köchen und bei der Diakonie Riesa-Großenhain.

 

 

Wer noch einen kleinen Eindruck von den somalischen Köchen des Nachmittags gewinnen möchte, kann hier weiterlesen...

 

https://www.diakonie-rg.de/aktuelles_somalischer_kochabend_de.html

 


 

Hier noch eine Idee zum Nachkochen aus Somalia

-Sambusa-

Zutaten

Für den Teig: 140g Weizenmehl, 75ml Wasser, 1 TL Rapsöl, Salz

Für die Füllung: 150g Rinderhack, 2 Zwiebeln, Koriander, 1 grüne Chili, schwarzer Pfeffer, Salz

Zuerst geht es an den Teig: Das Mehl wird in eine Schüssel geben, Salz, Öl und Wasser hinzugefügt und alles 10 Minuten lang gut verknetet. Anschließend wird der Teig abgedeckt 20 Minuten ruhen gelassen. Danach teilt man ihn in drei Teile und rollt ihn zu Kreisen mit je ca. 10 cm Durchmesser aus. Die Teigkreise werden anschließend aufeinandergestapelt (etwas Öl zwischen die einzelnen Lagen geben). Die Enden werden nun miteinander verbunden und nochmals zu einem einzigen Teigkreis ausgerollt (diesmal mit etwa 15 cm Durchmesser). Der Teig wird jetzt in einer Pfanne auf mittlerer Hitze etwa zwei Minuten lang geröstet. Wenden nicht vergessen! Eine weitere Minute rösten, dann wird der Teig in vier gleich große Teile geschnitten und abgedeckt.

Jetzt kommt die Füllung: Eine Pfanne ohne (bzw. mit wenig) Öl erhitzen und das Hackfleisch gemeinsam mit den Gewürzen braten, danach abkühlen lassen. Mit einem Nudelholz wird der Teig ausgerollt und kleine Kreise ausgestochen. Hierbei kann ein kleiner Teller zur Hilfe genommen werden. In die Mitte jedes Kreises kommt nun ein Tropfen Öl und etwas Fleischfüllung.

Die Sambusa werden dreiecksförmig geschlossen und in einer heißen Pfanne gebraten.

 


 

Schon gewusst? ...Über Esskultur und Küche in Somalia...

 

Die Esskultur und Küche Somalias wurden wesentlich durch den Einfluss des Nachbarstaates Aäthopien geprägt, aber auch die italienische Kolonialmacht hat ihre kulinarischen Spuren in Somalia hinterlassen. Auch der mittlere Osten hat Einfluss genommen. Es gibt große Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen Somalias. Da die Somalis zum größten Teil Moslems sind, ist die Landesküche in allen Regionen “halal” (=rein bzw. erlaubt), d.h. sie folgt den islamischen Vorschriften der Essensbereitung. Es gibt kein Schweinefleisch und keinen Alkohol sowie keine Gerichte, in denen Blut verarbeitet wird. Durch die begrenzten Ressourcen und den nun schon über zehn Jahre andauernden Bürgerkrieg ist die Somalische Küche sehr eingeschränkt.

Die wichtigsten Grundnahrungsmittel in Somalia sind Mais, Hirse und Reis. Außerdem werden häufig wilde Beeren, Früchte, Mais, Sorghum, (Fam. Der Süßgräser, kleine Hirseart) Datteln, Linsen und Kichererbsen gegessen.

Aber auch Fleisch, wie Rind-, Ziegen- Lamm- und Hammelfleisch sowie Kamelfleisch, spielt eine zentrale Rolle, da vor allem die Viehzucht aufgrund der klimatischen Bedingungen wesentlicher Bestandteil der Landwirtschaft ist. Bei heißen Temperaturen wird häufig Tee getrunken. Als Spezialität gilt ein Saft aus Tamarinden, Raqey genannt. Zum Abend wird auch gern ein Glas Milch getrunken, gewürzt mit Kardamom. Kamel- und Ziegenmilch ist ein wichtiges Lebensmittel, weil es sehr nahrhaft ist. Nomaden trinken auf ihren Wanderungen davon bis zu neun Liter am Tag.

Eine Besonderheit ist, dass zum Frühstück in Somalia häufig schon Ziegenleber oder Rindfleischsuppe oder auch Eier in Tomaten-Zwieblesoße gegessen wird. Je nach Region mit Canjeero, der somalischen Variante des äthiopischen Injeera, einem dünnen Fladenbrot oder auch anderen Brotsorten.

Die wichtigste Mahlzeit des Tages aber ist das Mittagessen, Qado genannt. Baaris, das sind stark gewürzte Reisgerichte, werden im ganzen Land gerne gegessen. Auch Eintöpfe mit Gemüse und Fleisch sind häufig servierte Mittagessen. Als Beilage gibt es manchmal sogar Spaghetti, die von den Italienern während der Kolonialzeit ins Land gebracht wurden. Man serviert sie mit Eintopfgerichten und manchmal auch mit Bananen. Weitere beliebte Gerichte zum somalischen Mittagessen sind Soor (Ein Brei aus Maismehl, mit frischer Milch, Butter und Zucker zubereitet) und Sabaayd (Fladenbrot, mit Eintopf oder Fleisch serviert).

Die somalische Küche kennt auch eine Reihe schmackhafter Süßigkeiten und Snacks. Zu den beliebtesten somalischen Zwischenmalzeiten gehören unter anderem Sambuus (Gefüllte Teigtaschen mit Hackfleisch und scharfen grünen Chilis), Bajiye (Frittierte Teigbällchen aus Mais, Gemüse, Fleisch und Gewürzen, werden in Bisbaas, eine scharfe Soße gedippt) und Kabaab (Somalisches Kebab). Auch Früchte wie Mango, Guaven, Bananen oder Grapefruit sind ein beliebter Imbiss in ganz Somalia. Mit Abstand die beliebteste Süßigkeit in Somalia ist Xalwo, eine Art süßes Geleebonbon.